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In diesem Buch verbinden wir medienorientierte Theorieansätze und Modelle mit Handlungskonzepten und Beispielen aus der Praxis. Wir schließen dabei alle Medien ein, legen aber den Akzent auf die aktuellen interaktiven elektronischen Medien. “Erfolgreich“ ist ein Unterricht mit Medien in unserem Sinne immer dann, wenn er die Inhalte und Formen primär an den Fähigkeiten und den Entwicklungsmöglichkeiten der Schülerinnen und Schüler orientiert. Die neuen Medien sind hierbei eine große Unterstützung. Dementsprechend können Lehrer und Schüler auch neue Rollen annehmen und neue Lehr- und Lernmethoden erproben. Unsere Erfahrungen zeigen, dass der Klassenunterricht nach wie vor die Regel an allen Schulen ist, dass für einen erfolgreichen Unterricht mit Medien aber nur eine Differenzierung des Unterrichts in die Zukunft weist.
Die Autoren
Universitätsprofessor em. Dr. Friedrich W. Kron, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Deutschland leitete viele Jahre die Forschungsgruppe "Anthropologie, Schule und Medienarbeit", und ist durch seine Veröffentlichungen über Grundlagen der Pädagogik, der Erziehung und des Unterrichts, die in viele Sprachen übersetzt worden sind, bekannt. Er ist Visiting Professor an den Universitäten Cambridge, Haifa und Rhodos.
Assistenzprofessor Dr. Alivisos Sofos lehrt Pädagogik, Medienpädagogik und -dialekt im Primar- und Sekundarbereich an der Aegean Universität in Rhodos sowie "distance learning" im Masterstudiengang der Offenen Universität in Griechenland. Er war Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Forschungsgruppe von Professor Kron und bei "jugendschutz.net" sowie Lehrbeauftragter an verschiedenen Hochschulen in Deutschland. Seine einschlägigen Veröffentlichungen sind in deutscher, griechischer und englischer Sprache erschienen.
Unterricht mit Medien
Auch wenn es schon viele Ratgeber für den Medieneinsatz im Unterricht gibt, erscheint es doch oft als ein Mangel, dass diese dabei mehr auf die Medien selbst und weniger auf die pädagogische Situation bzw. den didaktisch sinnvollen Einsatz fokussieren. Die beiden Autoren kompensieren mit ihrem Band diesen Mangel, indem sie das erfolgreiche Unterrichten mit Medien in den Kontext von drei Formen das Unterrichts setzen: eines traditionellen, an Wissensvermittlung orientierten und lehrerzentrierten Unterrichts, eines offenen, schülerorientierten Unterrichts und eines an Ansätzen einer konstruktivistischen Didaktik orientierten, situierten Unterrichts.
Mit vielen konkreten Beispielen aus unterschiedlichen Fächern wird deutlich gemacht, wie unterschiedliche Medien gezielt und konstruktiv in der Schule eingesetzt werden können. Dabei konzentriert sich der Band aber nicht nur auf die digitalen Medien, sondern bezieht auch traditionelle Medien ein, wie etwa die bei Kindern und Jugendlichen beliebten Comics.
Ebenfalls berücksichtigen die Autoren, welche Rolle die Curriculumplanung bei erfolgreichem Medieneinsatz spielt. Die Autoren orientieren sich in ihren Praxisbeispielen an fachunterrichtlichen, mediendidaktischen, informationstechnischen und methodischen Zielen. Sie geben damit interessierten Lehrpersonen nicht nur Anregungen für ihren Unterricht, sondern helfen ihnen durch Zielbestimmungen, den Medieneinsatz nicht nur als Selbstzweck erscheinen zu lassen, sondern als Förderung und Verbesserung des Lehrens und Lernens in der Schule. Dies hätte mit einigen Forschungsergebnissen zum Erfolg des Unterrichtens mit Medien sowie mit lernpsychologischen Aspekten gut ergänzt werden können. Eingebetet werden die vielen Ansätze und Beispiele in einer Begriffsbestimmung von Medien aus unterschiedlichen Fachdisziplinen, in Formen des Unterrichts und in theoretischen Ansätzen. Darüber hinaus wird die gesamte Thematik in einem europäischen Kontext betrachtet, der die deutsche Situation mit der anderer Länder vergleicht. Ingesamt ist es den Autoren gelungen, nicht nur ein Praxisbuch für den Medieneinsatz im Unterricht zu schreiben, sondern ihre Ansätze auch systematisch und theoretisch, vor allem aber pädagogisch und didaktisch zu untermauern. So etwas findet man bisher nicht so häufig, sodass der Band jeder interessierten Lehrperson empfohlen werden kann.
(Rezension aus Computer + Unterricht, Ausgabe 83- 3. Quartal 2011)
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